Blonde Locken, Rote Rosen und buntes Plastik – MAVENS auf der IFA 2014

    Für mich ist die IFA in Berlin immer noch Günther Jauch und Thomas Gottschalk. „Die 2 im Zweiten“ hielten vor 25 Jahren mit ihrer Live-Show von der Internationalen Funkausstellung ein Millionenpublikum vor dem Fernseher – mich auch. Die große bundesweite TV-Unterhaltung für die ganze Familie gibt es auf der IFA heute nicht mehr. Doch an Reiz hat die Messe nichts verloren. Daran kann auch der Verfall des ICC nichts ändern. In den fast 30 Hallen unter dem bald 90 Jahre alten Funkturm ist jedes Jahr ein Blick in die Zukunft möglich. Mal in die nähere Zukunft, mal in die fernere. Wir von MAVENS haben uns am Montag zu dritt auf eine Reise durch die technischen Perspektiven der kommenden Jahre gemacht.

    Ein Auto ohne Knöpfe und Schalter – dafür aber mit 420 elektrischen PS

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    Weil es alles andere als selbstverständlich ist, sei es hier einmal erwähnt: Die Reise zur IFA war komplett komplikationsfrei. Kein Stau, keine lange Parkplatzsuche, nur ein kurzer Fußweg zum Messegelände und keine Kosten für das Abstellen des Autos – auf Anfrage teile ich gerne mit, wo wir unser Fahrzeug geparkt haben. Also konnten wir schnell rein ins Getümmel. Erster Anlaufpunkt war natürlich die Halle unseres Kunden Panasonic. Beeindruckend. Nicht nur die Größe, sondern auch die Vielfalt und die Inszenierung der verschiedenen Produkte. Ein Highlight: Das Tesla Modell S. Tesla bei Panasonic? Ja. Die Japaner bauen die Batterien für das Elektroauto. 420 PS, Knöpfe und Schalter sind komplett von Touchscreens ersetzt, 500 Kilometer Reichweite.

    Maleen macht die Welle, Carsten liebt es glatt

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    IMG_20140908_130406 KopieKopfhörer, die nicht aufs Ohr gesetzt werden, Kameras mit rasend schneller Auslösung, Fernseher so groß wie Schultafeln – wir haben uns alles ausführlich angesehen. Und angehört: Technics hat sein Comeback auf der IFA gegeben. Unser Urteil nach dem Besuch des Listening Rooms mit den 40.000 Euro beziehungsweise 5.000 Euro teuren Anlagen: klingt gut. Mitmachen und Ausprobieren ging natürlich auch. Nach Frozen Yogurt und Cappuccino durfte/musste sich unsere Social Media Volontärin Maleen Diestel Wellen in die Haare machen lassen und Social Media Manager Carsten Skansen testete einen elektrischen Nass-Rasierer.

    Großes Angebot, kleine Portionen

    Für Kaffeetrinker ist die IFA übrigens ein Paradies. In nahezu jeder Halle kann man die braune Brühe probieren. Auch Kochshows mit mehr oder weniger bekannten Promi-Zubereitern stehen bei den meisten Anbietern auf der Agenda. Zum richtig satt werden reichen die Portionen aber nicht.

    Riesen-Fernseher und Figuren aus der Wundertüte

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    Was gab’s noch so in Berlin? Vor allem Riesen-Fernseher. Den Vogel schoss der Chinesische Hersteller TCL (The Creative Life) ab. Gebogenes Display (scheint der Trend des Jahres zu sein), 4K und eine Bildschirmdiagonale von 110 Zoll (2,80 Meter). Philips stattet seine TVs künftig mit Android aus – das dürfte viele Smartphone-Nutzer freuen. Bemerkenswert: Hersteller von Gitarrenverstärkern scheinen keinen Designer zu benötigen. Der Stand von Marshall hätte jedenfalls so auch schon vor 30 Jahren aussehen können. Wahrscheinlich ein Zeichen von zeitloser Qualität. Was mich unbeeindruckt ließ, waren die 3D-Drucker. Die bunten Plastikfiguren, die da rauskamen, hatte ich schon vor 30 Jahren beim Kindertanzen in Rade in der Wundertüte – und haben weder lange gehalten noch passten sie zu meinem richtigen Spielzeug von Lego, Playmobil oder Britains. Sieht alles ein recht billig-kitschig aus.

    Jenny Jürgens und Michael Meziani statt Günther Jauch und Thomas Gottschalk

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    Ein leichter Hauch der großen, weiten Unterhaltungswelt umwehte uns dann doch. Robert Hetkämper, Ex-ARD-Ostasien-Korrespondent plauderte in der Halle des Ersten Deutschen Fernsehens aus dem Nähkästchen. Ein Paar Meter weiter verteilten Soapdarsteller Autogramme und wir konnten uns sogar mit einigen Leuten aus Rote Rosen fotografieren lassen – allerdings nur per Augmented Reality. Aber die Hologramme von Jenny Jürgens oder Michael Meziani können einfach nicht mit Günther Jauch oder Thomas Gottschalk mithalten.

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